Neugestaltung Zentrum Birmensdorf

( © 2007, Fred Chatelain, Birmensdorf )

Letztes Update: 9. Februar 2012


Hinweise:

Am 25. August 2009 wurde das Forum FLAMABI von der Gemeinde ohne Ankündigung vom Netz genommen.
Darum funktionieren zur Zeit alle Links, welche sich auf das Forum beziehen, nicht. Das heisst, Sie landen auf einer leeren Seite. Die Forums-Beiträge werden aber hoffentlich bald wieder abrufbar sein.

Seit dem 8. Februar 2012 hat Birmensdorf einen neuen Webauftritt.
Einmal davon abgesehen, dass dieser fade, eintönig und unflexibel (das Design, passt sich nicht der Breite des Browserfensters an) daherkommt, beweist die Birmensdorfer Verwaltung einmal mehr, dass der Bürger nur als störendes Element wahrgenommen wird.
Es gibt kein Forum für Diskussionen mehr! Das Gästebuch, welches erstaunlich rege für Lob und Kritik gebraucht wurde, ist jetzt total gestrichen worden, nachdem es zuvor schamhaft in der Menüstruktur versteckt worden ist. Die Gemeinde demonstriert damit einmal mehr, dass Kritik und Anregungen, respektive Diskussionen der Bevölkerung nicht willkommen sind.


Motivation Beiträge auf birmensdorf.ch ( 12345678910111213  14151617  18 (28. Juli 2009))
Offene Fragen    Konsequenzen?    Kantonsrat    Mail-Liste    Links (Letztes Update: 22. September 2008)
Varia: Unsortiertes Allerlei, Leserbriefe, Reaktionen zu Beiträgen auf birmensdorf.ch, etc. (Letztes Update: 7. September 2011)
Bilder: Seite mit Fotos von baulichen Unzulänglichkeiten. (Letztes Update: 10. Juli 2009)
Auto: Seite mit Fotos von falsch parkierenden und fahrenden Autos. (Letztes Update: 6. Juli 2010)


September 2009
Situation Ortsdurchfahrt im Herbst 2009. Keine Verbesserung bis heute, September 2011!


Motivation für diese Seite

Diese Seite entstand im Juni 2007 aus persönlicher Betroffenheit. Nachdem ich per Zufall erfahren habe, dass das Lichtsignal bei der Drogerie ersatzlos gestrichen werden soll, erschrak ich sehr. Weitere Erkundigungen ergaben ein trauriges Bild.

Die Umgestaltung des Birmensdorfer Ortskerns erfolgt offensichtlich alleine auf Grund optischer Zielsetzungen. Die Sicherheit im Dorfzentrum geht für viele mehr oder weniger verloren. Dazu zwei Beispiele: Sehbehinderte wie meine Frau können sich kaum mehr ohne fremde Hilfe orientieren. Die Schulkinder welche die Zürcherstrasse überqueren müssen, haben keinen sicheren Übergang mehr.

Die traurigste Erkenntnis im Kontakt mit der Gemeinde durch meine Frau und eine Arbeitsgruppe des Elternrates war die, dass offenbar selbst die Repräsentanten unserer Gemeinde nie vollumfänglich über die Pläne des Kantons informiert wurden. Die Gemeinde hat sich bemüht, genauere Informationen zu erhalten, die uns weitergegebenen Details wurden häufig kurze Zeit später wieder über den Haufen geworfen.

Die erschütternde Bilanz sieht im Moment so aus:

Es wird immer wieder darauf hingewiesen, dass der Verkehr durch Birmensdorf dank der Umfahrung massiv zurückgehen werde, die Zurückstufung der Ortsdurchfahrt sei daher gerechtfertigt. Ich habe an dieser These grundsätzliche Zweifel: Autobahnen haben noch immer deutlich Mehrverkehr angezogen. Die massive Bautätigkeit im Säuliamt entlang der neuen Autobahn und im benachbarten Aargau wird ebenso Mehrverkehr erzeugen. Wie lange wird es dauern, bis die Verkehrslawine sich wieder durch das "beruhigte" Birmensdorf wälzen wird, wenn die Verkehrsknoten rund um unser Dorf durch dem Mehrverkehr verstopft sind?

Wie real diese Befürchtungen sind, zeigt ein Artikel im Tages-Anzeiger vom 09.01.2008, Seite 14, unter dem Titel "Die Umfahrung Birmensdorf zieht Mehrverkehr an". Zitat von Gemeindepräsident Jakob Gut: "Der Verkehr rundum hat insgesamt stark zugenommen.".

Setzen wir uns alle für ein sicheres Birmensdorf ein, solange wir es noch können.

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Auf Birmensdorfer Homepage veröffentlichte Beiträge

13. Juni 2007 (Gästebuch)

Stellen Sie sich vor, Sie planen ein Haus. Ihre Pläne werden angenommen und Sie fangen an zu bauen. Während der Bauarbeiten merken Sie, dass Ihnen noch ein Geschoss fehlt, das Haus zu wenig breit ist, eine andere Fassade wäre noch viel cooler und die Fenster waren ohnehin zu klein geplant. An eine breitere Zufahrtstrasse für Ihre Gäste denken Sie auch erst jetzt. Fröhlich werden Ihre Änderungen umgesetzt. Und niemand widerspricht oder protestiert.

Völlig unmöglich meinen Sie? Für Sie bestimmt. Aber in etwa so springt der Kanton mit unserer Gemeinde und damit mit Ihnen um.

Erinnern Sie sich noch an die Pläne, welche seinerzeit zur Abstimmung über den Umbau des Ortszentrums beigelegt waren? Mir und wenigen anderen Mitbürgern ist aufgefallen, dass diese so nie und nimmer stimmen konnten. Trotzdem wurde die Vorlage massiv angenommen.

Sie wissen nicht, wie es jetzt, nach den beinahe wöchentlichen Änderungen des Kantons wirklich herauskommen soll? Erkundigen Sie sich doch bitte bei der Gemeinde. Dort liegen die jeweils aktuellsten Pläne auf, vielleicht stimmen ja sogar die Legenden darin.

Fragen Sie dabei vielleicht auch gleich noch nach den fehlenden Ampeln, den verschwundenen oder zumindest verschobenen Fussgängerstreifen. Wissen Sie, wie einladend die Trottoirs ohne Randstein für die Autos sind (vor dem Kiosk wird es sicher gemütlich werden)? Wissen Sie, wie Ihre Kinder in die Schule kommen werden und wieso sie vom neuen Fussgängerstreifen direkt in die Tankstelle geleitet werden? Wissen Sie, wie Sie im Alter, wenn Sie gebrechlich und vielleicht im Rollstuhl sind, mit den Pflastersteinen auf den Trottoirs bis zum nächsten Fussgängerstreifen zurechtkommen? Können Sie sich im Alter bei abnehmenden Augenlicht im vielleicht schön aussehenden aber monotonen Ortsbild noch ohne fremde Hilfe orientieren?

Fragen über Fragen und keine bis wenig befriedigende Antworten. Zeigen Sie Interesse an der Entwicklung Ihrer Wohngemeinde und bedenken Sie, dass der Ortskern nicht in zehn Jahren wieder umgebaut werden kann.

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15. Juni 2007 (Forum FLAMABI, Antwort auf "Pflästerungen")

In den Richtlinien «Behindertengerechte Fusswegnetze» der Schweizerischen Fachstelle für behindertengerechtes Bauen steht in Artikel 1.1.3 "Abgrenzung zur Fahrbahn":

Durchgehender Absatz von min. 3 cm Höhe. Auf verkehrsorientierten Strassen in der Regel hohe Randabschlüsse. Ein Absatz, z.B. Trottoirrand, grenzt den sicheren Gehbereich von der Fahrbahn ab und schützt die Fussgänger/innen vor dem rollenden Verkehr. Er erhöht die Sicherheit für sehbehinderte, blinde und hörbehinderte Menschen. Nach SN 640 212 «Entwurf des Strassenraumes, Gestaltungselemente» sind hohe Randabschlüsse 7 - 14 cm, mittlere Randabschlüsse 4 - 6 cm und niedrige Randabschlüsse unter 4 cm hoch. Nach SN 521 500 «Behindertengerechtes Bauen» darf der Absatz jedoch nicht weniger als 3 cm hoch sein.

Es kann wohl ernsthaft keine Diskussion darüber geben, dass es sich bei der Hauptverkehrsachse durch Birmensdorf um eine verkehrsorientierte Strasse handelt. Damit sind flache Randabschlüsse nur als Uebergang zu Fussgängerstreifen zulässig. Damit würden die Fussgängerstreifen auch von Sehbehinderten mit dem Langstock auffindbar und Personen im Rollstuhl sind damit sicher auch zufrieden.

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2. Juli 2007 (Forum FLAMABI, "Pflästerungen", Replique auf Beitrag von Architekt Bruno Bottlang)

Diese Antwort ist natürlich alles andere als befriedigend.

Zitat: "für Sehbehinderte ist es hoch genung um gespürt zu werden"
Antwort: Das zeigt einmal mehr, dass Sehende die Problematik nur unvollständig erfassen. Das Problem das bestehen bleibt, ist das Auffinden der legalen Uebergänge. Und das ist nur mit Niveauunterschieden gewährleistet. Davon abgesehen glaube ich noch nicht an die mindestens 3 cm hohen Abschlüsse. Wenn ich davon ausgehe, dass die untere der derzeit 2 minimalen Stufen noch durch den definitiven Strassenbelag gefüllt wird, bleibt deutlich weniger als 3 cm übrig.

Zitat: "für Rollstuhlfahrer tief genung um überfahren werden zu können"
Antwort: Ist das eine Aufforderung, die Strasse wie es einem passt überall zu überqueren? Auch Rollstuhlfahrer sollten meiner Meinung nach die Strasse nur an offiziellen Uebergängen passieren und dazu gibt es dort die Absenkungen.

Zitat: "und damit verbunden einem tieferen Geschwindigkeitsniveau"
Antwort: Woher nehmen Sie den Irrglauben, das Geschwindigkeitsniveau werde tiefer sein? Schauen Sie sich einmal an, wie zur Zeit durch die teilweise fertiggestellten schmalen Spuren gerast wird. Selbst als Sehender fühle ich mich im Birmensdorfer Zentrum nicht mehr sicher.

Zitat: "versichere Ihnen, dass alle Verantwortlichen bemüht sind, das Beste für Birmensdorf zu erreichen"
Antwort: Daran zweifle ich, zumindest was den Kanton angeht, massiv.

Zitat: "versichere Ihnen, ..., dass aber auch Normen und Vorgaben vieles vorbestimmen"
Antwort: Dass diese Aussage nicht stimmt, resp. Sie sich nur daran halten wann es Ihnen passt, haben Sie schon bewiesen (nicht eingehaltene Richtlinien "Behindertengerechte Fusswegnetze" der Schweizerischen Fachstelle für behindertengerechtes Bauen, Artikel 1.1.3 "Abgrenzung zur Fahrbahn").

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2. Juli 2007 (Forum FLAMABI, neues Thema "Parkplätze auf dem Trottoir")

Nun bin ich im Besitz der Pläne zum Umbau des Birmensdorfer Zentrums. Und was ich sehen musste hat mich einmal mehr erzürnt. In der Kernzone sind auf den gepflästerten Trottoirs doch tatsächlich Parkplätze eingezeichnet. Damit ist auch klar, warum kein hoher Trottoirrand gebaut wird.

Dazu habe ich zur Zeit bloss zwei Bemerkungen:
1. Autos und Parkplätze haben auf Trottoirs grundsätzlich nichts verloren, sie gehören auf die Strasse.
2. Die Aussagen des Architekten Bruno Bottlang zum Thema "Pflästerungen" werden durch diese Pläne ad absurdum geführt. Es ist ganz klar eine Schutzbehauptung, dass 3 cm hohe Ränder für Personen mit dem weissen Stock tastbar seien. Wenn alle paar Meter ein Auto im Weg steht, kann sich kein Sehbehinderter mehr orientieren. Parkplätze auf Strassenniveau in Ausbuchtungen an normal hohen Trottoirs hingegen bieten den Fussgängern Sicherheit und den Sehbehinderten die benötigten "Leitlinien".

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11. Juli 2007 (Forum FLAMABI, neues Thema "Keine Reaktion ist auch eine Antwort")

Das Ausbleiben von Reaktionen auf meine Beiträge zum Thema "Pflästerungen" und "Parkplätze auf Trottoirs" werte ich als Zustimmung der verantwortlichen Kreise. Es ist offensichtlich, dass der Zentrumsumbau auf rein visueller Basis geplant wurde. Die Sicherheit sämtlicher Verkehrsteilnehmer mit Ausnahme der Autofahrer wurde negiert.

Ich verzichte darauf, nochmals alles aufzuzählen, das wichtigste ist auf http://www.torball.ch/birmi-zentrum/ nachzulesen. Allerdings erwarte ich von den Verantwortlichen dieses Desasters umgehende Reaktionen in der Planung und möglichst umfangreiche Korrekturen.

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27. August 2007 (Gästebuch)

Donnerstag, 23. August 2007, Treffen der Architekten des Birmensdorfer Zentrumsumbaus mit Behördenvertretern, Kantonspolizei und Vertretern von Elternvereinen und Behinderten. Zuerst ein grosses Danke den Architekten, dass sie sich dieser Aufgabe gestellt haben. Angesichts der vielen schon vollendeten Tatsachen leider viel zu spät, wie auch sie zugeben mussten.

Ein weiterer spezieller Dank geht an den Verkehrsinstruktor Herrn Jucker, der sich in überzeugender Art für die Belange der kleinsten Verkehrsteilnehmer eingesetzt hat. Er zeigte eindrücklich, wie überfordert die Primarschüler mit dem neuen Verkehrsregime im Bereich der Drogerie und der Tankstelle sind. Dass sich auch die erwachsenen Fussgänger und die Autofahrer dort sehr schwer tun, wurde während des rund stündigen Treffens gleich mehrfach demonstriert. Abgesehen von der Absichtserklärung der Behördenvertreter, die gehörten Voten ernsthaft zu prüfen, war der Anlass für mich persönlich vorsichtig gesagt ernüchternd. Es wurde mir nicht klar, weshalb die Koexistenz aller Verkehrsteilnehmer vom Auto bis zum Kleinkind in einer Begegnungszone auf dem Trottoir stattfinden soll. Dies unter dem heren Motto: Man muss aufeinander Rücksicht nehmen. Diese Aussage wurde nur noch übertroffen von der hilflosen Forderung, notfalls sei es die Aufgabe der Polizei, diese Koexistenz durchzusetzen. Wer schon erlebt hat, wie rücksichtslos sich gewisse Autofahrer im Verkehr benehmen, und wer weiss, wie überlastet die Polizei sowieso schon ist und sicher nicht auf diese Zusatzaufgabe gewartet hat, erkennt die Weltfremdheit dieser Politik augenblicklich.

Was bleibt für mich nach dieser Aussprache? Noch mehr Zukunftsängste bezüglich der Entwicklung unseres Dorfes und eine weitere schlaflose Nacht.

Alle meine Diskussionsbeiträge können auf http://www.torball.ch/birmi-zentrum/ nachgelesen werden.

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28. August 2007 (Forum FLAMABI, Antwort auf "Re: Parkplätze auf dem Trottoir")

Da muss ich für einmal die Planer etwas in Schutz nehmen. Es geht nicht darum, den Geschäften an der Zürcherstrasse die bestehenden Parkplätze wegzunehmen, deren Anzahl bleibt wahrscheinlich konstant. Es geht vielmehr darum, wo und wie diese angelegt werden. Und aus Sicherheitsgründen gehören Parkplätze grundsätzlich auf die Strasse und nicht aufs Trottoir. Dass diese Forderung mit den schmalen Fahrstreifen und den abgeflachten Trottoirs nicht zu erfüllen ist, ist ganz klar. Eine saubere Lösung unter der Prämisse "Sicherheit für die Fussgänger" wäre nötig. Sachdienlichkeit kommt vor architektonischer Schönbauerei oder dem Ego der Architekten.

Zur Situation vor der Raiffeisenbank bis zur Apotheke: Diese verkappte Strasse ist natürlich ein Unding. Ich gehe mal davon aus, dass auch diese "Ecke" mit der Neugestaltung des gesamten Platzes erneuert wird. Hier gilt es aufzupassen. Lassen wir uns nicht, wie an der Zürcherstrasse leider schon weitestgehend geschehen, vom Kanton und den Architekten über den Tisch ziehen. Ich erwarte, dass ein Projekt vorgelegt und offen kommentiert wird, das diesmal auch genau so realisiert und nicht mindestens monatlich wieder abgeändert wird.

Alle meine Diskussionsbeiträge können auf http://www.torball.ch/birmi-zentrum/ nachgelesen werden.

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29. August 2007 (Forum FLAMABI, Antwort auf "Fussgängerstreifen im Bereich Tankstelle, Zürcherstr. / Poststr.")

Danke für Ihren Beitrag. Sie sprechen mir aus der Seele.

Wir wehren uns schon seit Monaten unter anderem gegen diese unsinnige Lösung. Solange aber die meisten nur die Faust im Sack machen oder im privaten Kreis ausrufen (ich kenne einige Leute aus dieser Kategorie), geschieht nichts, da diese Äusserungen von den verantwortlichen Stellen nicht wahrgenommen werden.

Am 23. August fand genau zu diesem Thema eine Besichtigung vor Ort statt (siehe Beitrag im Gästebebuch vom 27. August). Ob sich allerdings etwas ändert ist leider sehr zweifelhaft, da eine erneute Verschiebung des Fussgängerstreifens wieder neue Probleme nach sich zieht, die wegen der schon weit fortgeschrittenen Bautätigkeit schwer lösbar sind.

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5. September 2007 (Forum FLAMABI, 2. Antwort auf "Fussgängerstreifen im Bereich Tankstelle, Zürcherstr. / Poststr.")

Eigentlich hätte ich erwartet, dass eine verantwortliche Person ihre Frage beantworten würde. Dass dies nach einer Woche immer noch nicht geschehen ist, verwundert mich nicht sehr, denn auch ich warte immer noch auf Antworten.

Die neue Anordnung der Fussgängerstreifen hat einerseits damit zu tun, dass die Postautohaltestelle verlegt wird. Von der Position dieser Haltestelle aus wurden dann wohl die anderen Streifen festgelegt. Das ist mit ein Grund dafür, dass die Rückversetzung leider nicht so einfach ist - es wurde schon zu viel verbaut.

Beim Weg von der Primarschule her kam noch ein anderer Aspekt hinzu. Den Architekten war die Sicherheitsabschrankung und die damit verbundene "Umleitung" der Fussgänger ein Dorn im Auge. Sie wollten offene und kurze Fussgängerwege ermöglichen. Was so positiv tönt, ist aus meiner Sicht insofern ungeheuerlich, als dass offenbar sämtliche Sicherheitsaspekte ignoriert wurden.

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17. September 2007 (Forum FLAMABI, neues Thema "Kleine amateurhafte Rechtskunde zum Strassenverkehr")

Zum besseren Verständnis zuerst zwei Vorbemerkungen aus den Unterlagen zur Abstimmung vom 25. September 2005. Die Verkehrsbelastung von Birmensdorf soll künftig bei rund 10'000 Fahrzeugen liegen. Der Begriff "Begegnungszone" wir nur im Zusammenhang mit der Bachstrasse und dem neuen Dorfplatz benutzt.

Architekt Bottlang wird nicht müde, den Begriff "Begegnungszone" ständig für die gesamte Ortsdurchfahrt zu verwenden und in einem Beitrag im FLAMABI-Forum weist er darauf hin, Zitat: "..., dass aber auch Normen und Vorgaben vieles vorbestimmen.".
Fakt ist, dass zumindest von der Reppisch bis zum Dorfzentrum alle Trottoirs dem Strassenniveau angeglichen worden sind. Das ist mit den Parkplätzen auf den Pseudo-Trottoirs ein Charakteristikum von Begegnungszonen.
Unter www.begegnungszonen.ch kann unter anderem nachgelesen werden, dass Begegnungszonen in der Schweiz offiziell seit 1. Januar 2002 zugelassen sind, die Höchstgeschwindigkeit 20 km/h beträgt und dass sie ausser auf Plätzen nur auf Nebenstrassen eingerichtet werden dürfen. Ausserdem haben Fussgängerinnen und Fußgänger gegenüber dem Fahrzeugverkehr Vortritt.

In den Richtlinien "Behindertengerechte Fusswegnetze" der Schweizerischen Fachstelle für behindertengerechtes Bauen steht in Artikel 1.1.3 "Abgrenzung zur Fahrbahn": Durchgehender Absatz von min. 3 cm Höhe. Auf verkehrsorientierten Strassen in der Regel hohe Randabschlüsse. Ein Absatz, z.B. Trottoirrand, grenzt den sicheren Gehbereich von der Fahrbahn ab und schützt die Fussgänger/innen vor dem rollenden Verkehr. Er erhöht die Sicherheit für sehbehinderte, blinde und hörbehinderte Menschen. Nach SN 640 212 "Entwurf des Strassenraumes, Gestaltungselemente" sind hohe Randabschlüsse 7 - 14 cm, mittlere Randabschlüsse 4 - 6 cm und niedrige Randabschlüsse unter 4 cm hoch. Nach SN 521 500 "Behindertengerechtes Bauen" darf der Absatz jedoch nicht weniger als 3 cm hoch sein.
Fakt ist, dass der übriggebliebene Absatz in Birmensdorf nur noch 2 cm beträgt. Dass dies bewusst gewählt wurde, hat mir Herr Bottlang mündlich bestätigt. Da es aber wohl ernsthaft keine Diskussion darüber geben kann, dass es sich bei der Hauptverkehrsachse durch Birmensdorf um eine verkehrsorientierte Strasse handelt, sind flache Randabschlüsse nur als Uebergang zu Fussgängerstreifen zulässig. Damit würden die Fussgängerstreifen auch von Sehbehinderten mit dem Langstock auffindbar und Personen im Rollstuhl wären damit sicher auch zufrieden.

Für mich passen die Vorschriften und das was in Birmensdorfs Zentrum gebaut wird und leider schon gebaut wurde überhaupt nicht zusammen.

Randbemerkung zum Schluss: Der ominöse Mittelstreifen bringt soviel Unsicherheit ins Dorf, dass die Schulleitung der Primarschule im letzten Quartalsbrief den folgenden Aufruf erlassen musste: "Wir bitten Sie um Ihre Mithilfe betreffend Schulwegsicherheit. Machen Sie Ihre Kindern darauf aufmerksam, dass der Mittelstreifen (Pflastersteine) auf der Zürcherstrasse kein Gehweg ist.".

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24. Oktober 2007 (Gästebuch)

Mitteilung an alle Schulterklopfer.

Es ist ja schön und gut, zu erfahren, dass mein Einsatz für die schwächsten Verkehrteilnehmer beim Birmensdorfer Zentrumsumbau von vielen geschätzt wird. Aber nur mit dieser Geste ist unseren Anliegen überhaupt nicht gedient. Einfach nur zu denken "Schön, dass sich jemand darum kümmert.", verbunden mit dem Trugschluss "Also brauche ich nichts weiter zu tun.", ist extrem kontraproduktiv. Wenn alle so denken, bin und bleibe ich für die Verantwortlichen dieses unseligen Projektes ein einzelner, der als Störfaktor problemlos ignoriert werden kann. Typisches Beispiel dazu sind meine Fragen (http://www.torball.ch/birmi-zentrum/#OFF) aus dem Juli (!), die zu beantworten sich bisher alle verantwortlichen Kreise zu Schade waren.

Zur Zeit ist punktuell ein feiner Silberstreif am Horizont zu sehen. Der allfällige "Erfolg" ist aber angesichts des Umfangs des bereits angerichteten Schadens wirklich minim. Ohne den nötigen Druck von möglichst vielen Personen werden wir alle weiterhin kalt lächelnd, teils mit falschen Aussagen (leider immer erst zu spät als solche erkennbar!), hingehalten. Die Bauarbeiten gehen derweil munter weiter und es werden dadurch immer neue, nicht mehr rückgängig zu machende Tatsachen geschaffen. Ein extremes Beispiel ist die Art und Weise, mit welchem irrsinnigen, Steuergelder verschleuderndem Aufwand der ominöse Mittelstreifen (http://www.birmensdorf.ch/de/aktuelles/forum/welcome.php?fpage=read&f=109&i=274&t=274) "bombensicher" gebaut wurde.

Nachtrag zu den Falschaussagen: Man nimmt die Auskünfte ja vorerst einmal vertrauensvoll entgegen und muss schmerzhaft lernen, dass alles zuerst einmal hinterfragt werden muss, was in der Regel praktisch nicht möglich ist. Wer für die Falschaussagen verantwortlich ist, ist letztlich nebensächlich. Auf unsere Kosten findet ganz offensichtlich ein Schwarzpeterspiel mit Gemeinde, Architekt und Kanton statt. Jeder versteckt sich im Zweifelsfall hinter den anderen und keiner will es gewesen sein.

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27. Oktober 2007 (Forum FLAMABI, neues Thema "Angsterlebnis auf abgeflachtem Trottoir")

Samstagmorgen, 27. Oktober 2007. Wir waren zu Fuss auf dem abgeflachten Trottoir zwischen Garage Kopf und Reppisch unterwegs, als uns ein grosser Geländewagen entgegengefahren kommt. Auf unseren Hinweis, dass er auf einem Trottoir fahre, sagt uns der Fahrer, das sei kein Trottoir, sondern eine Fahrspur.

So weit ist es also mit diesem unsinnigen Umbau gekommen. Sind schon die abgeflachten Trottoirs im eigentlichen Zentrum rational nicht nachvollziehbar, sind sie es in der Verlängerung noch viel weniger.

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7. Juli 2008 (erschienen im Forum FLAMABI am 9. Juli 2008, neues Thema "Schutz der Fussgänger vor den Autos?")

Was gedenken Gemeinde und Bauherrschaft zum Schutz der Fussgänger vor den überaus faulen Autofahrern zu unternehmen? Wie leider nicht anders zu erwarten und schon seit langem angeprangert, haben die abgeflachten Trottoirs zu einem Wildwuchs parkierender Autos geführt.
Zwar gibt es auf den Trottoirs mehr Parkplätze entlang der Hauptstrasse als vor dem Umbau. Doch selbst wenn diese nicht besetzt sind, wird überall wild parkiert und übers Trottoir gefahren. Ein paar Fakten:
- Viele Parkplätze stehen zu nahe bei den Fussgängerstreifen und nehmen vorab den Jüngsten die Sicht.
- Um ja den Verkehr auf den schmalen Fahrstreifen nicht zu behindern wird oft zwischen Parkplätzen und Häuserfront gefahren.
- Die Fussgängerstreifen werden häufig als Auf- und Abfahrtsweg missbraucht. Bei den Parkplätzen nahe der Raiffeisenbank scheint dies sogar bewusst so geplant zu sein.
Dass sich nicht nur "normale" Autofahrer so pflichtwidrig verhalten, zeigen zwei Beobachtungen von letzter Woche auf dem "Kurvenplatz" vor der Papeterie. Einmal stand dort ein Kleinlaster der Birmensdorfer Werkdienste, einmal ein Paketlastwagen der Post. In beiden Fällen haben bestimmt nicht berufliche Erfordernisse zu diesem Falschparken geführt. Der Zeitpunkt (gegen 18 Uhr) und die Dauer sprechen klar dagegen.

Ergänzungen, nicht im FLAMABI Forum:
Die Pläne von Architekt Bottlang gehen absolut erschreckend auf. Jetzt hat er seine immer wieder heraufbeschworene Begegnungszone. Nur sind die Begegnungen leider je nach Fahrstil der Automoblilisten (häufig absolut daneben!) für die Fussgänger alles andere als erfreulich und schon gar nicht sind sie ungefährlich.
Merke: Vermutlich wohnen weder der Architekt (das ist sicher) noch die verantwortlichen Personen des Kantons in Birmensdorf und können sich als Schreibtischtäter locker über die Bedürfnisse der schwächsten Verkehrsteilnehmer hinwegsetzen.

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10. Juli 2008 (erschienen im Forum FLAMABI am 14. Juli 2008, neues Thema "Markierung für Fussgänger in der Stationsstrasse")

Heute Mittag der neueste Schock: Die gelbe Markierung für Fussgänger wurde doch tatsächlich auf die andere Strassenseite verlegt. Was soll das?
Bisher war alles logisch aufeinander abgestimmt. Von unten kommen die meisten von der Sennhütten- und der Weissenbrunnestrasse her und können direkt rechts die Stationsstrasse hoch. Vom Bahnhof aus kommen alle vom Perron 1, resp. von der Bushaltestelle her über den Fussgängerstreifen direkt auf die linke Seite der Stationsstrasse. Jetzt muss die Mehrheit der Fussgänger unten wie oben zuerst noch zusätzlich die Stationsstrasse überqueren.
Wer denkt sich so etwas aus?

Ergänzung, nicht im FLAMABI Forum:

Beobachtungen vom Morgen, 11. Juli 2008:
Zu einer Zeit, als offziell nur Anwohner und Parkierende der SBB-Parkplätze hätten hochfahren dürfen (ich nehme, an die Parkplätze waren danach voll), gelang es niemandem, egal von woher, in die Stationsstrasse einzubiegen, ohne über den für die Fussgänger eingezeichneten Bereich zu fahren. Fussgängersicherheit ade!

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17. Juli 2008 (Gästebuch)

Der folgende Beitrag wurde als Antwort auf die Beiträge von M. Holzhammer und D. Möckli vom gleichen Tag eingetragen (im Gästebuch erst am 21. Juli 2008 erschienen!):

Äusserst Aufschlussreich: Wenn es um Haftungsfragen im Zusammenhang mit Sachbeschädigungen geht, wird innerhalb von weniger als 2 Stunden geantwortet. Wenn es aber um das Wohl und die körperliche Unversehrtheit der schwächsten Verkehrsteilnehmer geht (Parkplatz-Wildwuchs im Zentrum, unlogische Markierung in der Stationsstrasse), herrscht beredtes Schweigen.
Damit ist wieder einmal klar gemacht worden, wo die Prioritäten sind! Vielen Dank.

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31. Juli 2008 (erschienen im Forum FLAMABI nach ca. 1 Woche, neues Thema "Höhenunterschied vom Trottoir zur Strasse")

Vorgeschichte:
Am 23. August 2007 fand ein Treffen von Behörden- und Interessenvertretern mit den Architekten statt. Dabei gab es unter anderem auch hitzige Diskussionen bezüglich der Trottoirhöhe. Wir bemängelten die 2 Stufen à 2 cm und stellten uns auf den Standpunkt, dass für eine Hauptstrasse 7 cm das unterste Mass sei. Architekt Bottlang seinerseits beharrte auf 3 cm, welche eingehalten würden. Erst als wir ihm mit dem Metermass bewiesen, dass die obere Stufe nirgendwo mehr als knapp 2 cm hoch war, meinte er zu seinem Co-Architekten: "Stimmt, wir haben festgelegt, dass 2 cm genügen würden".

Letztes Wochenende wurde nun der Teer im Zentrum aufgebracht, welcher gemäss diversen Beteuerugen im Verlauf des letzten Jahres "nur" die untere Stufe auffüllen sollte. Wie schon die letztjährigen Aussagen des Architekten war auch diese Aussage vorsichtig gesagt nur eine Schutzbehauptung. Die Situation sieht jetzt so aus:
Vom Kopfsteinpflaster-Trottoir aus gibt es eine Stufe von 2 cm Höhe zum zweiten, circa 8 cm breiten Randstein. Danach folgt der Teer nicht wie versprochen bündig, sondern bis zu 1 cm erhöht.

Folgen:
Einmal mehr wurde alles zu Gunsten des motorisierten Verkehrs gestaltet. Als Autofahrer merkt man praktisch nicht, dass man aufs Trottoir fährt. Die Trennung von der Fahrbahn zum Trottoir ist faktisch rein visuell. Die schwächsten Verkehrsteilnehmer, welche den Schutz des Trottoirs dringend benötigten, sind einmal mehr die geprellten.

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26. November 2008 (erschienen im Forum FLAMABI am 27. November 2008, neues Thema "Dörfer sind oft Rennbahnen")

Tages-Anzeiger, 26. November 2008, Kehrseite:
Das Zauberwort für möglichst sichere Bedingungen für Fussgänger heisst NICHT BEFAHRBAR. Also genau das Gegenteil von dem, was in Birmensdorf, im wahrsten Sinn des Wortes durchgehend, zelebriert wurde. Die Verantwortlichen mögen sich die auf sie zutreffenden Attribute in diesem Artikel selber heraussuchen.
Die Frage von mir und anderen bleibt weiterhin unbeantwortet. Was gedenkt man gegen die unhaltbaren Zustände nach dem Zentrumsumbau zu unternehmen?

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28. Juli 2009 (erschienen im Forum FLAMABI am 3. August 2009,neues Thema "Ankündigung Tempo 30-Konzept vom 27. Juli 2009)"

Zitat aus der Ankündigung: Dieses ist flächendeckend und umfasst alle Quartiere in Birmensdorf.
Die ganze, um die Trottoirs verbreiterte Hauptstrasse, quer durchs Dorf auf Tempo 30 reduziert? Das wäre viel zu schön, um wahr zu sein. Von wegen flächendeckend. Viel mehr glaube ich, dass da der Stimmbürger wieder einmal manipulativ mit Wortspielereien eingelullt werden soll. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

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27. Juli 2007: Offene Fragen an die Verantwortlichen für den Umbau des Birmensdorfer Zentrums (PDF-Download)

Diese Fragen gingen an Architekt B. Bottlang und an Gemeindepräsident J. Gut. Bis heute blieb eine Stellungnahme aus.

Leider haben weder der Architekt noch andere Verantwortliche es für nötig befunden, auf meine Beiträge und Repliken im FLAMABI Diskussionsforum zu antworten. Aber wie heisst es so schön: Keine Antwort ist auch eine Antwort.
Trotzdem würden mich Erklärungsversuche auf meine Anliegen interessieren. Deshalb formuliere ich auf diesem Weg nochmals ein paar der für mich wichtigsten Fragen.

1. Schmale Fahrstreifen (1): Postautos und Lastwagen haben in den zur Verfügung stehenden Fahrstreifen nur knapp Platz. Glauben Sie allen ernstes daran, dass diese und die Autos deshalb ihr Tempo reduzieren würden? Nach meinen Beobachtungen werden damit bloss Aggressionen geschürt, welche auf das Tempo erhöhend wirken.

2. Schmale Fahrstreifen (2): Wo bleiben im Verkehrskonzept die Rad- und Mopedfahrer? Müssen diese zu den Fussgängern auf die Pseudotrottoirs ausweichen? Denn, wo ist der Platz, um diese risikofrei zu überholen? Gerüchteweise war zu vernehmen, dass die Autos zum Zweck des Überholens auf den unseligen Mittelstreifen ausweichen könnten. Das aber wird die Aggressionen und das Tempo weiter fördern, denn der nächste Pfosten auf diesem Streifen kommt bald.

3. Was haben Ihrer Meinung nach Primarschüler in einer Tankstelle zu suchen? Ist es sinnvoll, dass viele Kinder mit fahrbaren Untersätzen ungebremst auf den Fussgängerstreifen fahren können? Die grosse Stärke des alten Übergangs vom Primarschulhaus über die Zürcherstrasse war der Zwang, vor dem (schmerzlich vermissten) Lichtsignal zwei 90-Grad Kurven machen zu müssen.

4. Parkplätze: Was haben Autos auf Trottoirs verloren?

5. Fehlender Trottoirrand: Sie berufen sich auf Vorschriften, an die Sie sich halten müssen. Weshalb halten Sie sich nur an jene, die in Ihr ästhetisches Weltbild passen?

6. Körper- und Sinnesbehinderte: Woher nehmen Sie die Sicherheit, Ihr ganzes Leben lang mobil und ohne Sinneseinschränkungen leben zu können? Haben Sie bei der Planung überhaupt je an Rollstuhlfahrer, Leute an Krücken (Pflästerungen) oder Sehbehinderte (kaum existierender Trottoirrand, im Weg stehende Autos) gedacht? Den bisher verwirklichten Bauten ist davon jedenfalls nichts anzumerken, ganz im Gegenteil.

7. Wie stellen Sie sich zum undemokratischen Planungs- und Bauprozedere? Bei der seinerzeitigen Volksabstimmung wurden reine Phantasiepläne beigelegt. Selbst die aktuell verfügbaren Pläne enthalten noch Fragezeichen. Kann sich ein privater Bauherr ein solches Vorgehen leisten? Oder muss er nicht eher vor Baubeginn alles fertig durchgeplant und zur Bewilligung eingereicht haben? Für mich macht dieses Vorgehen leider durchaus Sinn, indem dadurch der normale Bürger (und Zahler des ganzen Projektes) permanent in seinem Mitspracherecht beschnitten wird. Wenn die Mitteilungen in den Gesprächen mit Gemeindevertretern stimmen, wurden selbst diese ständig über die nächsten Bauschritte im Unklaren gelassen. Damit können Sie sich permanent hinter schon realisierten Bauten verstecken. Bis man die nächste bauliche Ungeheuerlichkeit realisiert hat, heisst es nur noch: "Das ist jetzt schon gebaut, ein Um- oder Neubau wäre viel zu teuer."

Sollten Sie jetzt darauf einwenden, dass eine orientierende Gemeindeversammlung stattgefunden hat, muss ich folgendes entgegnen: Ich persönlich war damals tatsächlich nicht anwesend. Damals Anwesende sind aber heute entsetzt, wenn sie die Umsetzung sehen. Wie oben erwähnt, haben die Pläne bis heute nie gestimmt. Offenbar wurde die Vorlage derart gut "verkauft", dass die negativen Aspekte einerseits schöngeredet und andererseits verschleiert wurden. An die Information, dass die Ampeln beim Primarschulhaus verschwinden sollen, kann sich beispielsweise kaum jemand erinnern. Leider machen die meisten Leute, wenn man sie auf den Zentrumsumbau abspricht, nur die Faust im Sack und sind frustriert, einer derartigen Alibiveranstaltung aufgesessen zu sein. Wahrscheinlich wäre auch ich hereingefallen und müsste mich heute genau gleich ärgern.

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27. Juli 2007: Was sind die möglichen Konsequenzen aus diesem Desaster?

Eine verschiedentlich gehörte Konsequenz des Zentrumsumbaus dürfte wohl niemanden glücklich machen: Einkauf in Nachbargemeinden und damit Bestrafung des einheimischen Gewerbes.

Ergänzung vom 13. September 2007: Als direkte Folge des Umbaus überlegen sich mindestens zwei Geschäftsinhaber ernsthaft die Auflösung ihres Ladens in Birmensdorf und schauen sich nach alternativen in anderen Orten um. Die ständige "Vor-den-Kopf-Stosserei" und Hinhaltepolitik des Kantons trägt Früchte!

Auch ich bin frustriert und massloss enttäuscht darüber, wie meine Steuern sinnlos verschleudert werden. Die Zukunft unseres Dorfes macht mir Angst. Mein Vertrauen in die demokratischen Grundwerte unserer Gesellschaft wurde massiv erschüttert.

Solche Vorkommnisse können vermutlich nur dadurch vermindert werden, indem Architekten grundsätzlich das von ihne Geplante mindestens 1 bis 2 Jahre selber ausbaden dürften. Müssten sie nämlich die besagte Zeitdauer in einem von ihnen geplanten Haus leben oder in einem solchen Dorf wohnen, würden sie ganz bestimmt anders planen. Sicherheit, Wohlbefinden und Praktikabilität würden massiv an Bedeutung gewinnen.

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11. April 2008: Brief an alle Kantonsräte des Bezirks Limmattal

Mit dem Versand des Dokuments Dokumentation / Mängelkatalog zum Zentrumsumbau in Birmensdorf wurde um die Abklärung der Verantwortlichkeiten beim Kanton im Zusammenhang mit diesem Projekt nachgesucht.
Nicht ganz unterwartet ist bis heute noch keinerlei Reaktion eingetroffen.

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Mail - Diskussionsliste

Da ich der Meinung bin, dass eine Diskussion über die Neugestaltung des Birmensdorfer Ortskerns überfällig ist, habe ich eine Mail-Diskussionsliste ins Leben gerufen. Und auch wenn nur noch wenig auszurichten sein sollte, für eine Chropfleerete, Gleichgesinnte zu finden oder auch eines besseren belehrt zu werden: Gut sollen die Diskussionen allen tun.

Ich habe nichts gegen ein Forum wie auf der Birmensdorfer Homepage einzuwenden. Der grosse Vorteil dieser Art Kommunikation ist es, dass sich jedermann beteiligen und alle Beiträge ansehen kann. Die Form der Mailing-Liste habe ich gewählt, weil sie eine einfache und schnelle Form der Diskussion bietet. Jeder kann sich mit seinem vertrauten Mailprogramm daran beteiligen und muss nicht immer eine bestimmte Internetseite besuchen. Der grosse Nachteil ist klar die limitierte Zahl der Empfänger, resultierend aus der Tatsache, dass man sich dazu bewusst anmelden muss.

Die Regeln sind einfach:

  • Wir diskutieren sachlich, höflich und verzichten auf Beleidigungen.
  • Damit alle die Mails problemlos lesen können, verzichten wir möglichst auf allen Ballast wie zum Beispiel Formatierungen. Reine Textmails können von allen Mailprogrammen auf allen Plattformen problemlos gelesen werden. Damit ist auch die Gefahr vermindert, dass Ihre Mails als SPAM aussortiert werden.
  • Auf Anhänge jeder Art sollten wir auf ähnlichen Gründen ebenfalls verzichten. Auf Wunsch können Dokumente von allgemeinem Interesse auf dieser Seite zum Download abgelegt werden.
  • Wer sich nicht an die Regeln hält, wird von mir von der Liste ausgeschlossen.
  • Solange sich alle an die Regeln halten und die Adresse nicht für unlauteres aller Art missbraucht wird, werde ich die Liste auf meiner Domäne weiterführen.

Die Mailadresse an welche Diskussionsbeiträge gesandt werden können heisst
    
birmi-zentrum@torball.ch.
Sie ist für alle frei benutzbar. Wer einen Beitrag sendet, ohne sich als Empfänger angemeldet zu haben, wird von mir angefragt werden, ob er nicht auch auf den Verteiler gesetzt werden will.

Um die Diskussionsbeiträge erhalten zu können, meldet man sich am besten via die Adresse
    diskussion@torball.ch
an. Der Eintrag in die Liste sollte in der Regel innert einem Tag erfolgt sein.

Ich freue mich auf spannende Beiträge.

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